Zweijährige Fachschule für Technik - Fachrichtung Holztechnik

Staatlich geprüfter/e Holztechniker/-in

Holztechniker/innen wirken an der Planung und Auftragsabwicklung von Objekten in der Holzbe- und -verarbeitung mit. Sie arbeiten beispielsweise im Bereich des Innenausbaus, der Möbelfabrikation, der Bauelemente-Herstellung, der Holzwerkstoff-Herstellung oder auch im Fertighausbau.
Holztechniker/innen werden in den folgenden Aufgaben- und Tätigkeitsbereichen eingesetzt: Kundenbetreuung, Gestaltung und Konstruktion, Projektplanung und Arbeitsvorbereitung, Bauablauf- und Fertigungssteuerung, Qualitätssicherung, Unternehmensführung, Betriebsplanung und -organisation.

Zugangsvoraussetzungen

Bewerber/innen müssen über eine abgeschlossene Berufsausbildung im Berufsfeld Holztechnik und eine daran anschließende, mindestens einjährige entsprechende Berufstätigkeit verfügen.

Unterricht

Die Ausbildung erfolgt in Vollzeitform und dauert 22 Monate. Die Unterrichtszeit beträgt im Durchschnitt ca. 33 Unterrichtsstunden pro Woche, verteilt auf 5 Unterrichtstage.
Der Unterricht im berufsbezogenen Bereich erfolgt nach Lernfeldern, die sich an konkreten Aufgaben- und Tätigkeitsbereichen der beruflichen Praxis orientieren. Dabei steht eine projektorientierte Lern- und Arbeitsweise im Vordergrund.
Die Organisation des Unterrichts folgt dem amtlichen Lehrplan mit dazugehöriger Stundentafel (siehe Downloads).

Prüfungen und Zusatzqualifiaktionen

Die Ausbildung endet mit einer staatlichen Abschlussprüfung. Diese besteht aus einem schriftlichen und einem mündlichen Teil.
Die erfolgreiche Teilnahme im Wahlpflichtfach Mathematik befähigt zum Erwerb der Fachhochschulreife. Diese wird auf dem Abschlusszeugnis ausgewiesen.
Nach erfolgreicher Teilnahme in den Fächern Berufs- und Arbeitspädagogik I und II kann die Ausbildereignungsprüfung (Teil IV der Meisterprüfung) abgelegt werden.
Durch die erfolgreich bestandene Abschlussprüfung werden zugleich die Inhalte des Teils II der Meisterprüfung im Tischlerhandwerk vollständig abgedeckt. Dies gilt auch für einen großen Teil der Inhalte des Teils III. Hierzu kann auf Nachfrage zusätzlicher Unterricht zur Vorbereitung auf die Meisterprüfung angeboten werden.

Anmeldung

Der nächste Lehrgang beginnt am 16.08.2019. Die Anmeldefrist endet am 15.02.2019. Danach können Anmeldungen nur angenommen werden, wenn noch freie Ausbildungsplätze zur Verfügung stehen. Folgende Unterlagen sind einzureichen:
• ausgefülltes Anmeldeformular Fachschule Holztechnik
• tabellarischer Lebenslauf mit Lichtbild
• Berufsschulabschlusszeugnis
• Gesellen- bzw. Facharbeiterbrief
• Nachweis über eine mindestens einjährige berufliche Tätigkeit

Kosten und Förderung

Es ist lediglich eine Materialpauschale (Laborgebühr) in Höhe von 50,00 Euro pro Schulhalbjahr zu entrichten.
Eine Förderung der beruflichen Weiterbildung ist nach dem Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetz möglich („Aufstiegs-BAföG“).
Die Fachschule ist zertifiziert nach der Akkreditierungs- und Zulassungsverordnung Arbeitsförderung (AZAV) und verfügt über ein Qualitätsmanagementsystem nach DIN EN ISO 9001. Damit ist unter bestimmten Voraussetzungen auch eine Förderung durch die Bundesagentur für Arbeit möglich („Bildungsgutschein“).